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Generika

Freitag 27. Juni 2008 von admin

Wer nach günstigen Medikamenten sucht, stößt zwangsläufig auf den Begriff Generika.

Was sind überhaupt Generika? Die Bezeichnung “Generika” leitet sich von “generic name” (englisch für “allgemeingültige Bezeichnung”) ab. Man versteht darunter Arzneimittel, die nach Ablauf des Patenschutzes (in der Regel 20 Jahre für ein Originalpräparat) unter einem neuen Handelsnamen auf den Markt gebracht werden.

Womit ist der Preisunterschied zwischen Generika und Original begründet? Das, was moderne Medikamente so teuer macht, sind die immensen Kosten für die Entwicklung neuer Wirkstoffe, die Erforschung der Wirksamkeit, der Nebenwirkungen, der optimalen Dosierung und so weiter. Das alles kostet viel Zeit und vor allem sehr viel Geld, das die Pharma-Unternehmen über die Verkaufspreise wieder erwirtschaften, und um dies möglichst erfolgreich zu tun, werden neue Arzneimittel patentiert: dadurch hat der Entdecker für meist 20 Jahre eine Art Monopol und somit die Möglichkeit auf die ausschließliche Vermarktung bzw. Preisgestaltung für das Medikament. Nach Patentablauf steht es jedoch jeder anderen Pharmafirma frei, das gleiche Medikament unter einem anderen Namen auf den Markt zu bringen - ohne die vorherigen Ausgaben für Grundlagenforschung.

Sind Generika also genauso wirksam wie Erstanmelder? JA! Sie enthalten komplett identische Wirkstoffe. Der Generikahersteller spart zwar bei Forschung und Entwicklung, bei der Zulassung gelten jedoch die selben strengen Richtlinien wie für den Erstanmelder.

Das Deutsche Bundesamt für Sozialversicherung schreibt dazu beispielsweise: “Generika zeichnen sich durch gleichen Wirkstoff, gleiche Darreichungsform, gleichen Applikationsweg, gleiche Dosierung und gleiche Indikation aus. Sie sind mit dem Originalpräparat austauschbar.”

Sind Generika wirklich Forschungskiller? Ein Blick in Länder mit sehr hohem Generika-Verordnungsanteil zeigt das genaue Gegenteil: So liegt zum Beispiel im weltgrößten und gleichzeitig forschungsintensivsten Pharmamarkt USA der Generikaanteil bei nahezu 50%! Treibender Motor für die Pharmaforschung ist der ständige Wettlauf um die Vorrangstellung bei neuen und innovativen Therapien. Neue Medikamente sind aber im allgemeinen sehr teuer und können daher nur durch Einsparungen an anderer Stelle finanziert werden. Da Generika bestens bekannte und dokumentierte Wirkstoffe enthalten, die nach wie vor in der Standardtherapie aktuell sind (neue Medikamente müssen immer erst beweisen, dass sie zumindest gleich wirksam und verträglich sind wie die bisher eingesetzten), können durch sie jene für Innovationen notwendigen Resourcen freigemacht werden.

Was Sie sich über Generika merken sollten:

Generika sind keine “unbekannten” Medikamente - sie heißen nur anders als die altbekannten Präparate. Entscheidend ist der Wirkstoff, und der ist der gleiche wie beim Original. Generika kommen erst auf den Markt, wenn sich der Wirkstoff schon längst bewährt hat.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 27. Juni 2008 um 13:15 und abgelegt unter Generika. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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