Freitag 27. Juni 2008 von admin
Sildenafil ist der Freiname eines Arzneistoffes, der 1998 von der US-amerikanischen Firma Pfizer unter dem Namen Viagra® zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (Erektionsstörungen) beim Mann, als Tabletten zu 25, 50 und 100 mg auf den Markt gebracht wurde. Seit 2006 wird Sildenafil von der Firma Pfizer zusätzlich als Arzneistoff zur Behandlung der idiopathischen pulmonal-arteriellen Hypertonie unter dem Markennamen Revatio® mit Tabletten zu 20 mg vermarktet.
Sildenafil war der erste Arzneistoff der Wirkstoffklasse der PDE-5-Hemmer. Umgangssprachlich wird der Name Viagra gelegentlich auch als Sammelbegriff für andere Medikamente dieser Wirkstoffgruppe, beispielsweise Tadalafil (Cialis®), Vardenafil (Levitra®) verwendet.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Sildenafil in allen verfügbaren Darreichungsformen verschreibungspflichtig.
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Freitag 27. Juni 2008 von admin
Selten werden Herz-Kreislauf-Nebenwirkungen beobachtet, weiter treten „in der Praxis“ anscheinend häufiger Muskelschmerzen auf, die mehrere Tage anhalten können, indessen nicht ernsthafter Natur sind. Berichte von plötzlichem Hörverlust, manchmal begleitet von Tinnitus oder Schwindel, liegen vor.
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Freitag 27. Juni 2008 von admin
Die gleichzeitige Einnahme von Tadalafil mit nitrathaltigen Medikamenten oder NO-Donatoren (dazu zählt auch das Szene-Medikament Poppers) ist kontraindiziert. Durch die kombinierte Wirkung auf den Blutdruck droht ein akuter lebensbedrohlicher Blutdruckabfall - es sollte sofort ein Notarzt alarmiert werden, der über die genommene Medikation in Kenntnis gesetzt werden muss. Hierbei ist auch die lange Halbwertszeit von Tadalafil zu berücksichtigen. Dementsprechend sollte bei Einnahme von Tadalafil 36 Stunden keine kontraindizierten Medikamente eingenommen werden.
Tadalafil kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Allerdings kann die Wirkung bei einer schwerverdaulichen oder extrem fettreichen Mahlzeit verzögert werden.
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Freitag 27. Juni 2008 von admin
Tadalafil hat mit 17,5 Stunden eine deutlich größere Halbwertszeit als Sildenafil und Vardenafil. Während die Wirkung bei Sildenafil 4 bis 6 Stunden und Vardenafil 8 bis 12 Stunden anhält, kann sie bei Tadalafil bis zu 36 Stunden betragen. Die Wirkung setzt für gewöhnlich nach einer Stunde ein, es kann aber auch bis zu sechs Stunden dauern, bis ein Effekt spürbar ist. Eine weitere Einnahme sollte erst nach vollständigem Abklingen der Wirkung erfolgen, da es sonst zu einer Anreicherung im Körper und damit zu unerwünschten und zum Teil gefährlichen Nebenwirkungen kommen kann.
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Freitag 27. Juni 2008 von admin
Tadalafil wirkt ähnlich wie Sildenafil (zur Behandlung des Lungenhochdrucks Pulmonale Arterielle Hypertonie, PAH) und Vardenafil, indem es das Enzym Phosphodiesterase-5 (PDE-5) hemmt. Das Enzym PDE-5 ist dafür verantwortlich, dass eine Erektion wieder abgebaut wird, damit durch eine Dauererektion nicht das Gewebe des Schwellkörpers durch Mangeldurchblutung abstirbt. Durch die Hemmung von PDE-5 kommt es daher bei einer sexuellen Stimulation leichter zu Erektionen, die auch länger anhalten. Diese so genannten PDE-5-Hemmer können aber keine sexuelle Stimulation ersetzen. Erektionen beeinflussen nicht die Wirkdauer von PDE-5-Hemmern. Während dieser Zeit kann es je nach Konstitution des Mannes zu mehreren Erektionen und auch Ejakulationen kommen.
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Freitag 27. Juni 2008 von admin
Wer nach günstigen Medikamenten sucht, stößt zwangsläufig auf den Begriff Generika.
Was sind überhaupt Generika? Die Bezeichnung “Generika” leitet sich von “generic name” (englisch für “allgemeingültige Bezeichnung”) ab. Man versteht darunter Arzneimittel, die nach Ablauf des Patenschutzes (in der Regel 20 Jahre für ein Originalpräparat) unter einem neuen Handelsnamen auf den Markt gebracht werden.
Womit ist der Preisunterschied zwischen Generika und Original begründet? Das, was moderne Medikamente so teuer macht, sind die immensen Kosten für die Entwicklung neuer Wirkstoffe, die Erforschung der Wirksamkeit, der Nebenwirkungen, der optimalen Dosierung und so weiter. Das alles kostet viel Zeit und vor allem sehr viel Geld, das die Pharma-Unternehmen über die Verkaufspreise wieder erwirtschaften, und um dies möglichst erfolgreich zu tun, werden neue Arzneimittel patentiert: dadurch hat der Entdecker für meist 20 Jahre eine Art Monopol und somit die Möglichkeit auf die ausschließliche Vermarktung bzw. Preisgestaltung für das Medikament. Nach Patentablauf steht es jedoch jeder anderen Pharmafirma frei, das gleiche Medikament unter einem anderen Namen auf den Markt zu bringen - ohne die vorherigen Ausgaben für Grundlagenforschung.
Sind Generika also genauso wirksam wie Erstanmelder? JA! Sie enthalten komplett identische Wirkstoffe. Der Generikahersteller spart zwar bei Forschung und Entwicklung, bei der Zulassung gelten jedoch die selben strengen Richtlinien wie für den Erstanmelder.
Das Deutsche Bundesamt für Sozialversicherung schreibt dazu beispielsweise: “Generika zeichnen sich durch gleichen Wirkstoff, gleiche Darreichungsform, gleichen Applikationsweg, gleiche Dosierung und gleiche Indikation aus. Sie sind mit dem Originalpräparat austauschbar.”
Sind Generika wirklich Forschungskiller? Ein Blick in Länder mit sehr hohem Generika-Verordnungsanteil zeigt das genaue Gegenteil: So liegt zum Beispiel im weltgrößten und gleichzeitig forschungsintensivsten Pharmamarkt USA der Generikaanteil bei nahezu 50%! Treibender Motor für die Pharmaforschung ist der ständige Wettlauf um die Vorrangstellung bei neuen und innovativen Therapien. Neue Medikamente sind aber im allgemeinen sehr teuer und können daher nur durch Einsparungen an anderer Stelle finanziert werden. Da Generika bestens bekannte und dokumentierte Wirkstoffe enthalten, die nach wie vor in der Standardtherapie aktuell sind (neue Medikamente müssen immer erst beweisen, dass sie zumindest gleich wirksam und verträglich sind wie die bisher eingesetzten), können durch sie jene für Innovationen notwendigen Resourcen freigemacht werden.
Was Sie sich über Generika merken sollten:
Generika sind keine “unbekannten” Medikamente - sie heißen nur anders als die altbekannten Präparate. Entscheidend ist der Wirkstoff, und der ist der gleiche wie beim Original. Generika kommen erst auf den Markt, wenn sich der Wirkstoff schon längst bewährt hat.
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